Vier eCommerce-Trends 2018: Tops statt Flops im Fokus
6. Dezember 2017 - Der Dezember ist alljährlich der Monat, in dem viele eCommerce-Auguren die Top-Trends für das kommende Jahr definieren und der Fachwelt kundtun. Hierbei übertreffen sich die Experten oft in der Betonung der Bedeutung allerneuester Technologien wie in diesem Jahr beispielsweise Künstlicher Intelligenz, Voice Commerce oder Virtual Reality für den digitalen Handel der Zukunft. Für die breite Masse der mittelständischen Online-Händler sind diese superinnovativen Zukunftstrends eher Flops als Tops, weil sie schlicht noch an deren Realität, Anforderungen und Möglichkeiten vorbeigehen.
Felix Gaksch, CCO von SHOPMACHER

Felix Gaksch, Chief Customer Officer von Shopmacher, vertritt einen bodenständigeren Ansatz. „Wir Shopmacher sind zwar durchaus Innovationstreiber, orientieren uns bei der Frage, was die wirklich wichtigen Trends für die meist mittelständischen Online-Händler sind, aber an deren tatsächlichen und realistischen Herausforderungen“, so Felix Gaksch. „Branchenriesen wie Otto oder Zalando arbeiten und experimentieren natürlich zum Beispiel mit VR in der virtuellen Umkleidekabine. Das ist auch toll und gut so. Aber für den Mittelständler sind diese Themen eher weit entfernt und somit Flops. Unsere vier Tops bei Shopmacher sehen anders aus.“

1. Daten managen und Messen lernen  

Eine Vielzahl von mittelständischen eCommerce-Plattformen verfügt im Hintergrund auch heute noch nicht über Datenmodelle und Auswertungsmöglichkeiten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn eine leistungsstarke Business Intelligence ist unabdingbare Voraussetzung zum Beispiel für die heute so wichtige Personalisierung und auch die fortlaufende Shopverbesserung. Wer misst, der weiß – wer nicht misst, der vermutet nur.  

2. Rule of thumb: mobile optimization  

Auch wenn es sich anhört wie ein alter Hut: Viele eCommerce-Plattformen sind in Sachen mobile optimization noch lange nicht dort, wo sie angesichts der stetig wachsenden Bedeutung des mobile commerce eigentlich sein müssten. Und da geht es um weit mehr, als um einen zackigen Aufbau eines Shops auf einem mobilen Endgerät. Gemäß der ‚rule of thumb’ muss ein mobil optimierter Shop zum Beispiel reduzierte aber relevante Informationen auf Befehl des wischenden Daumens präzise und auf den Punkt präsentieren. Daran muss gearbeitet werden.  

3. Content und inspirational commerce  

Mit informativem und verführendem Content rund um das Produkt wird der anspruchsvolle Online-Kunde unserer Zeit bewusst und unbewusst in seinem Kaufwunsch bestärkt sowie ein Stück weit eben auch verführt. Mit Größe, Farbe und Preis aus dem Product Information Management ist es da nicht getan. Die Bereitschaft und auch das unterbewusste Verlangen, zum Beispiel einen hochwertigen und damit teuren Schuh zu kaufen, steigt beim Interessenten, wenn er erfährt, wie dieser aufwändig in der toskanischen Manufaktur produziert wurde. Diese Verführung müssen gute Plattformen bieten – dann klappt es auch mit der Konversion. 

4. Konsequente Serviceorientierung  

Betreiber von eCommerce-Plattformen müssen für ihre Kunden serviceorientiert, konkret und individuell greif- und erlebbar sein. Das setzt übrigens zwingend das bereits erwähnte moderne Datenmanagement voraus. Individuelle Kontaktaufnahmen für Terminabsprachen, Reparaturleistungen, Wunschliefertermine inklusive Same Day Delivery und vieles mehr sind heute unabdingbar und müssen noch viel mehr zum selbstverständlichen Standard werden, als sie es heute sind.
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